Pass, Geburtsurkunde, Versicherungspolicen, Bargeld: Manche Dinge lassen sich nach einem Brand kaum ersetzen. Eine feuerfeste Tasche hält diese Dinge an einem Ort zusammen und schützt sie vor Flammen und Löschwasser.
Doch was kann so eine Tasche wirklich? Und was bedeuten Angaben wie „bis 1200 °C“? Hier lesen Sie, worauf es ankommt und welche Tasche zu Ihnen passt.
Wie funktioniert eine feuerfeste Tasche?
Die meisten feuerfesten Taschen bestehen aus Glasfasergewebe. Das Gewebe brennt nicht und hält sehr hohe Temperaturen aus. Eine Beschichtung aus Silikon macht die Oberfläche glatt und hält Wasser ab. Gute Modelle haben mehrere Lagen. Jede Lage bremst die Hitze ein Stück weit.
Wichtig ist auch der Verschluss. Ein Reißverschluss mit Abdeckung lässt weniger Hitze und Wasser hinein. Ein Zahlenschloss sorgt dafür, dass die Tasche zu bleibt. Die FireMat Dokumententasche gibt es auch mit Schloss.
Was bedeutet „feuerfest bis 1200 °C“?
Diese Angabe bezieht sich auf das Material der Tasche. Das Gewebe selbst verbrennt bei dieser Temperatur nicht. Im Inneren der Tasche wird es trotzdem heiß. Je länger ein Feuer dauert, desto mehr Hitze dringt durch.
Papier beginnt ab etwa 230 °C zu brennen. USB-Sticks und Festplatten vertragen noch viel weniger Hitze. Eine Tasche verschafft Ihren Dokumenten also Zeit. Sie ist aber kein Tresor. Für lange und starke Brände sind geprüfte feuerfeste Safes die bessere Wahl.
Achten Sie auch darauf, was genau geprüft wurde. Ein Test nach UL 94 zum Beispiel bewertet nur, wie das Material brennt. Er sagt nichts darüber, wie warm es innen wird.
Wasserdicht oder wasserabweisend?
Bei einem Brand kommt fast immer Löschwasser dazu. Darum ist Wasserschutz fast so wichtig wie Feuerschutz. „Wasserabweisend“ heißt: Spritzer und Regen perlen ab. „Wasserdicht“ heißt: Auch bei mehr Wasser bleibt der Inhalt trocken. Für Dokumente ist wasserdicht die sicherere Wahl.
Was gehört in die feuerfeste Tasche?
- Personalausweis, Reisepass und Führerschein
- Geburts- und Heiratsurkunde
- Versicherungspolicen und Verträge
- Zeugnisse und wichtige Nachweise
- Kopien von Testament und Vollmachten
- Bargeld und Ersatzschlüssel
- Ein USB-Stick mit Scans aller Dokumente
Tipp: Speichern Sie Scans zusätzlich in einer sicheren Cloud. Dann haben Sie im Notfall immer eine Kopie.
Welche feuerfeste Tasche passt zu Ihnen?
- Feuerfeste Dokumententasche: der Klassiker für Zuhause, in mehreren Größen.
- Premium-Dokumententasche: wasserdicht, mit Schloss und Kartenfächern.
- Hartschalen-Dokumententasche: 13 Fächer, stabile Schale gegen Druck und Stöße.
- Dokumentenkoffer: mit Laptopfach und Zahlenschloss.
- Feuerfester Rucksack: als Notfall-Rucksack oder für unterwegs.
- RFID Travelbag: flacher Organizer für Pass, Karten und Geld auf Reisen.
Feuerfest und mit RFID-Schutz
Einige Taschen schützen zusätzlich vor Datendieben. Kreditkarten, Ausweise und Autoschlüssel mit Keyless-Go senden Funksignale. Diebe können diese Signale aus kurzer Entfernung abfangen. Eine Tasche mit RFID-Schutz schirmt die Signale ab.
Für Autoschlüssel eignet sich die Keyless-Go Schutztasche. Für unterwegs gibt es die Umhängetasche mit RFID-Schutz. Testen Sie den Schutz einmal selbst: Legen Sie den Schlüssel in die Tasche und versuchen Sie, das Auto zu öffnen.
So lagern Sie die Tasche richtig
- Bewahren Sie die Tasche an einem festen Ort auf, den alle im Haushalt kennen.
- Stellen Sie sie nicht neben Heizung, Kamin oder Herd.
- Lagern Sie sie möglichst weit unten. Die Hitze steigt bei einem Brand nach oben.
- Schließen Sie den Verschluss immer vollständig.
- Prüfen Sie den Inhalt einmal im Jahr und ersetzen Sie abgelaufene Dokumente.
Fazit
Eine feuerfeste Tasche ist eine günstige Vorsorge für Ihre wichtigsten Papiere. Sie schützt vor Flammen, Funken und Löschwasser und gewinnt im Brandfall wertvolle Zeit. Wichtig ist, ihre Grenzen zu kennen: Sie ersetzt keinen Tresor. Zusammen mit digitalen Kopien sind Sie gut vorbereitet.
Für den Brandschutz zu Hause finden Sie bei uns außerdem Rauchmelder und Löschdecken.