Feuerfeste Unterlage für Elektrogeräte: Vorschriften & Pflicht im Büro

Fire Mat unter Toaster & Wasserkocher FireMat

Wasserkocher, Kaffeemaschine, Mikrowelle: In fast jeder Büroküche stehen Geräte, die heiß werden. Wenn eines davon defekt ist, kann es brennen. Deshalb fragen viele: Braucht man eine feuerfeste Unterlage für Elektrogeräte? Hier finden Sie die Antwort, die passenden Vorschriften und eine Checkliste für Ihren Betrieb.

Die kurze Antwort

Im Büro und in öffentlichen Einrichtungen: ja, Sie sollten sie haben. Kein Gesetz nennt die Unterlage wörtlich. Die Regeln der Unfallkassen und der Versicherer verlangen sie aber klar. Bei einer Brandschutz-Begehung wird genau danach geschaut.

Welche Vorschriften gelten?

  • DGUV Regel 115-401 (Bürobetriebe): Für Sozialräume und Teeküchen heißt es sinngemäß: Stellen Sie Kaffeemaschinen und Wasserkocher auf eine feuerfeste Unterlage. Mehr dazu im Beitrag DGUV Regel 115-401.
  • VdS 2015 „Elektrische Geräte und Anlagen“, Abschnitt 2.4: Geräte wie Kocher, Heizgeräte oder Ladegeräte müssen so stehen, dass sie nichts in Brand setzen. Details lesen Sie in Anforderungen an Geräte mit Heizelementen.
  • VdS 2000 „Brandschutz im Betrieb“: Der Leitfaden der Versicherer beschreibt, wie Betriebe Brände vermeiden. Dazu gehört der sichere Umgang mit Wärmequellen. Mehr auf unserer Seite zu VdS 2000.
  • Gefährdungsbeurteilung: Arbeitgeber müssen Gefahren am Arbeitsplatz bewerten und senken. Eine feuerfeste Unterlage ist dafür eine einfache und günstige Maßnahme.
  • Versicherer: Viele Sachversicherer fordern in ihren Merkblättern ausdrücklich eine nicht brennbare Unterlage.

Eine Übersicht weiterer Regeln finden Sie unter Rechtliche Regelungen.

Welche Elektrogeräte brauchen eine Unterlage?

Betroffen sind vor allem Geräte mit Heizelement. Für jedes Gerät haben wir einen eigenen Ratgeber:

Warum diese Geräte brennen können

  • Sie werden heiß und laufen oft lange am Stück.
  • Viele hängen an Mehrfachsteckdosen. Das erhöht die Last.
  • Ältere Geräte altern schneller. Der Überhitzungsschutz kann versagen.
  • Daneben liegen oft Papier, Pappbecher oder Tücher.

Eine feuerfeste Unterlage hält ein Feuer vom Tisch fern. So bleibt ein kleiner Defekt ein kleiner Schaden.

Welcher Nachweis zählt?

Bei einer Prüfung müssen Sie zeigen können, dass Ihre Unterlage nicht brennt. Achten Sie deshalb auf einen geprüften Nachweis. Die FireMat ist durch TÜV SÜD bescheinigt nach DIN EN ISO 11925-2. Die Norm prüft, wie ein Stoff auf eine Flamme reagiert. Die Bescheinigung können Sie bei unseren Zertifikaten herunterladen.

Die FireMat besteht aus Panox und Para-Aramid. Sie hält bis 300 °C aus, schmilzt nicht und löscht sich selbst. Mehr dazu im Beitrag Feuerfester Stoff aus Aramidfasern.

Bewährt in Behörden, Schulen und Kitas

Seit Jahren nutzen Behörden und öffentliche Einrichtungen in ganz Deutschland die FireMat. Dazu gehören Finanzämter, Schulen und Kindergärten. Der Grund: Die FireMat ist durch TÜV SÜD bescheinigt nach DIN EN ISO 11925-2. Damit ist der Nachweis bei der nächsten Prüfung schnell erbracht. Hergestellt wird die FireMat in Deutschland.

Tipp für Einkäufer: Die meisten Einrichtungen statten gleich alle Geräte aus. Oft sind das 30 bis 50 Unterlagen auf einmal. So ist das Thema mit einer Bestellung erledigt. Bestellen Sie bequem auf Rechnung über unsere Seite für Firmen und Behörden.

Checkliste für Brandschutzbeauftragte

  1. Gehen Sie durch alle Teeküchen und Sozialräume.
  2. Notieren Sie jedes Gerät mit Heizelement.
  3. Messen Sie die Standfläche und geben Sie rundum etwa 5 cm dazu.
  4. Bestellen Sie für jedes Gerät eine passende Unterlage.
  5. Lassen Sie die Geräte regelmäßig prüfen (DGUV Vorschrift 3).
  6. Halten Sie die Maßnahme in Ihrer Brandschutzordnung fest.

Fliese, Glas oder FireMat?

Die DGUV nennt als Beispiel auch Fliesen. Die sind aber schwer, kantig und oft zu klein. Glasplatten können bei Hitze oder einem Stoß springen. Die FireMat ist leicht, gibt es in vielen Größen und hat einen geprüften Nachweis. Den ganzen Vergleich lesen Sie in Feuerfeste Platte, Fliese oder Matte?.

Und zu Hause?

Für private Haushalte gibt es keine Vorschrift. Sinnvoll ist eine Unterlage aber auch dort, zum Beispiel unter Wasserkocher oder Airfryer. Mehr dazu lesen Sie in Brandschutz in der Küche.

Häufige Fragen

Muss der Wasserkocher auf eine feuerfeste Unterlage?

Im Büro: ja. Die DGUV Regel 115-401 nennt Wasserkocher ausdrücklich, zusammen mit Kaffeemaschinen.

Gilt das auch für die Mikrowelle?

Die Mikrowelle wird in der Regel nicht wörtlich genannt. Sie hat aber Heizelemente und steht oft neben anderen Geräten. Viele Betriebe stellen sie deshalb ebenfalls auf eine Unterlage.

Wer ist verantwortlich?

Der Arbeitgeber. Er muss Gefahren bewerten und Maßnahmen treffen. Oft übernimmt das der Brandschutzbeauftragte oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Welche Größe brauche ich?

Messen Sie die Standfläche des Geräts und geben Sie rundum etwa 5 cm dazu. Die FireMat Black Edition gibt es von 19 x 19 cm bis 70 x 100 cm.

Fazit

Eine feuerfeste Unterlage für Elektrogeräte ist im Büro Standard. Sie folgt der DGUV-Regel, den VdS-Richtlinien und den Wünschen der Versicherer. Mit der FireMat, durch TÜV SÜD bescheinigt nach DIN EN ISO 11925-2, haben Sie den Nachweis in der Hand.

2 Meinungen zu “Feuerfeste Unterlage für Elektrogeräte: Vorschriften & Pflicht im Büro”

  1. Alex Finsterbusch sagt:

    Ich habe nie darüber nachgedacht, dass unsere alltäglichen Elektrogeräte eine Brandgefahr darstellen könnten. Nachdem ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe, wurde mir klar, dass feuerfeste Unterlagen für Geräte wie Kaffeemaschinen und Toaster unerlässlich sind. Ich habe sofort feuerfeste Matten für mein Büro bestellt, um die Sicherheit meiner Mitarbeiter zu gewährleisten. Die Matten, die wir ausgewählt haben, sind TÜV-zertifiziert und bieten somit eine verlässliche Sicherheitsmaßnahme. Ich habe auch eine Schulung für mein Team organisiert, um das Bewusstsein für Brandschutz zu erhöhen. Es ist erstaunlich, wie oft wir die Gefahren übersehen, die in unserem alltäglichen Arbeitsumfeld lauern.

  2. Afonso do Vale sagt:

    Es steht außer Frage, dass feuerfeste Unterlagen bei Elektrowärmegeräte sind machen.

    Eine pauschale Antwort ob feuerfest Unterlagen verpflichtend sind ist allerdings nicht möglich, sondern hängt jeweils von dem zu betrachtenden Einzelfall ab.

    Elektrowärmegeräte wie Kaffeemaschinen und Kochplatten sind heute meist so konstruiert, dass zur Unterlage ein genügend großer, vor Hitze schützender Abstand besteht; sollte dies nicht der Fall sein, sind sie auf feuerfesten Unterlagen – zum Beispiel Fliesen o. ä. – aufzustellen (vgl. Kapitel 3.7 der DGUV Regel 115-401). DGUV Regeln sind allerdings nicht rechtsverbindlich solange nicht aus rechtsverbindlicher Stelle auf sie verwiesen wird.

    Weitere Faktoren sind etwaige Ergebnisse aus der Gefährdungsbeurteilung und ggf. auch Auflagen von dem Versicherer.

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