Wie gut schützt eine feuerfeste Unterlage wirklich? Oft liest man Begriffe wie „Feuerklasse B“, „schwer entflammbar“ oder „nicht brennbar“. Hier erklären wir, was die Feuerklassen bedeuten, welche Normen dahinterstehen und was das für die FireMat heißt.
Feuerklassen im Überblick
Feuerklassen, genauer Baustoffklassen, beschreiben, wie ein Material auf Feuer reagiert. In Europa gilt dafür die DIN EN 13501-1. Sie teilt Baustoffe in diese Klassen ein:
- A1 und A2: nicht brennbar, zum Beispiel Stein, Beton, Glas oder Metall.
- B: schwer entflammbar, sehr begrenzter Beitrag zum Brand.
- C: schwer entflammbar, begrenzter Beitrag zum Brand.
- D: normal entflammbar, mittlerer Beitrag zum Brand.
- E: normal entflammbar, hält einer kleinen Flamme kurz stand.
- F: keine Leistung festgestellt.
Dazu kommen Zusätze für Rauch (s1 bis s3) und brennendes Abtropfen (d0 bis d2).
Die alten Klassen nach DIN 4102
Früher galt in Deutschland nur die DIN 4102-1. Ihre Begriffe sind bis heute bekannt:
- A1, A2: nicht brennbar
- B1: schwer entflammbar
- B2: normal entflammbar
- B3: leicht entflammbar
Die Klassen lassen sich nicht eins zu eins übertragen. Grob entspricht B1 den europäischen Klassen B und C, B2 den Klassen D und E.
Wie wird geprüft?
Für die Klasse E reicht ein Test mit einer kleinen Flamme nach DIN EN ISO 11925-2. Für die Klassen B bis D kommt ein größerer Brandtest hinzu, der SBI-Test. Für A1 und A2 gibt es eigene Prüfungen.
Was gilt für die FireMat?
Die FireMat besteht aus Panox und Para-Aramid. Diese Fasern schmelzen nicht, tropfen nicht und löschen sich selbst. Sie halten dauerhaft bis 300 °C aus, die Gold Edition sogar bis 800 °C.
Die FireMat ist durch TÜV SÜD bescheinigt nach DIN EN ISO 11925-2. In der Bescheinigung heißt es, sie wurde als schwer entflammbar geprüft und anerkannt. Geprüft wurde in Anlehnung an DIN EN ISO 11925-2 mit 30 Sekunden Beflammung, der strengeren Variante des Tests. Die Bescheinigung gilt für die Black, Silk, Silk-A, Green Silk und Gold Edition. Sie finden sie bei unseren Zertifikaten.
Wichtig: Die FireMat ist kein Baustoff im baurechtlichen Sinn. Sie ist deshalb nicht ausdrücklich als Ersatz für vorgeschriebene Maßnahmen zugelassen, etwa die Bodenplatte vor einem Kaminofen. Als Schutzunterlage für Geräte und Flächen und als Ergänzung auf der Bodenplatte ist sie aber ideal.
Wofür reicht „schwer entflammbar“?
- Unter Elektrogeräten: Die DGUV Regel 115-401 verlangt im Büro eine nicht brennbare Unterlage für Kaffeemaschinen und Wasserkocher. Mehr in Feuerfeste Unterlage für Elektrogeräte.
- Auf dem Induktionsherd: als Schutz vor Kratzern und Übergekochtem. Mehr in Induktion Schutzmatte.
- Beim Basteln und Löten: als Arbeitsunterlage gegen Funken und Hitze.
Wo das Gesetz einen nicht brennbaren Baustoff der Klasse A verlangt, etwa am Boden vor Feuerstätten, braucht es Glas, Fliese, Stein oder Stahl. Mehr dazu in Funkenschutzmatte für den Kamin.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen feuerfest und nicht brennbar?
„Nicht brennbar“ ist eine Baustoffklasse (A1, A2). „Feuerfest“ ist ein Alltagswort. Es meint meist: Das Material brennt nicht weiter und hält hohe Temperaturen aus.
Was bedeutet Brandverhalten E?
Das Material ist normal entflammbar. Es hält einer kleinen Flamme 15 Sekunden lang stand, ohne dass sich das Feuer weit ausbreitet.
Fazit
Feuerklassen zeigen, wie ein Material auf Feuer reagiert. Die FireMat ist durch TÜV SÜD bescheinigt nach DIN EN ISO 11925-2 und damit ideal als Schutzunterlage für Elektrogeräte. Wo das Baurecht nicht brennbare Baustoffe verlangt, ergänzt sie diese, ersetzt sie aber nicht.
Weitere Fachbegriffe finden Sie zudem im Glossar FireWiki.