Eine Brandschutzordnung regelt, wie ein Betrieb Brände verhindert und was im Brandfall zu tun ist. Oft sucht man sie unter dem Begriff „Brandschutzverordnung“. Gemeint ist aber fast immer die Brandschutzordnung nach DIN 14096. Hier erklären wir einfach, wie sie aufgebaut ist und was hineingehört.
Wozu dient eine Brandschutzordnung?
Die Brandschutzordnung ist eine Art Hausordnung für den Brandschutz. Sie zeigt einerseits, wie Brände entstehen und wie man sie verhindert. Andererseits erklärt sie, wie sich alle im Notfall verhalten sollen. Deshalb empfiehlt sie sich für jedes Unternehmen. Zudem sollte eine sachkundige Person sie regelmäßig prüfen und aktualisieren.
Aufbau nach DIN 14096: Teil A, B und C
Die Norm teilt die Brandschutzordnung in drei Teile. Jeder Teil richtet sich an eine andere Gruppe:
- Teil A richtet sich an alle Personen im Gebäude, also auch an Besucher.
- Teil B gilt dagegen für Personen, die regelmäßig dort sind, zum Beispiel Mitarbeiter.
- Teil C ist schließlich für Personen mit besonderen Aufgaben, etwa Brandschutzbeauftragte.
Teil A: der Aushang
Teil A ist meist nur eine DIN-A4-Seite. Er hängt gut sichtbar im Gebäude, zum Beispiel neben dem Flucht- und Rettungsplan. Mit wenigen Symbolen zeigt er, was im Brandfall zu tun ist.
Teil B: Regeln für Mitarbeiter
Teil B ist meist eine kleine Broschüre für alle Beschäftigten. Er enthält zuerst den Inhalt von Teil A. Danach folgen weitere Themen:
- Brandverhütung im Alltag
- Brand- und Rauchausbreitung
- Flucht- und Rettungswege
- Melde- und Löscheinrichtungen
- Verhalten im Brandfall: melden, warnen, in Sicherheit bringen, löschen
- Besondere Regeln für den Betrieb
Teil C: Aufgaben für Verantwortliche
Teil C richtet sich an Brandschutzbeauftragte, Brandschutzhelfer und Führungskräfte. Er beschreibt unter anderem:
- Maßnahmen zur Brandverhütung
- den Alarmplan
- den Schutz von Personen, Tieren, Umwelt und Sachwerten
- Löschmaßnahmen und die Vorbereitung für die Feuerwehr
- die Nachsorge nach einem Brand
Praxistipp: Elektrogeräte in die Brandschutzordnung aufnehmen
Viele Brände im Büro beginnen bei Elektrogeräten. Halten Sie deshalb in Teil B fest, dass Kaffeemaschine, Wasserkocher und Toaster auf einer feuerfesten Unterlage stehen. Das empfiehlt auch die DGUV Regel 115-401. Die FireMat Black Edition ist dafür durch TÜV SÜD bescheinigt nach DIN EN ISO 11925-2. Weitere Regeln finden Sie außerdem unter Vorschriften für feuerfeste Unterlagen.